Der griechische Karikaturist Dimitris Hantzopoulos hat kürzlich die dramatische Lage seines Landes in einer seiner
Arbeiten in krasser Form dargestellt:
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| The title of the graphic – ΤΗΣ ΗΜΕΡΑΣ means The Day. |
Dabei hätte eine aktuelle Verlautbarung der
griechischen Behörden auch so oder ähnlich klingen können:
„In 2011 erreichte das Wirtschaftswachstum 3,1% und das sowohl aufgrund des steigenden privaten Konsums als auch der Investitionen. Die Prognose für 2012-2017 geht davon aus, dass sich die allmähliche wirtschaftliche Erholung mit 2,6% Wachstum im Jahr 2012 fortsetzen wird. Eine positive Entwicklung wird für den gesamten Prognosezeitraum erwartet, obwohl Änderungen im großen Maßstab an den geplanten Investitionen der Industrie die Prognose noch beeinflussen können. Das Wirtschaftswachstum wird durch Investitionen und Konsum getrieben werden.“
Diese stammt aber nicht aus Griechenland,
sondern aus Island vom dortigen statistischen Amt (per 30. März 2012) und kennzeichnet die
nachhaltige wirtschaftliche Erholung dort.
Island?
Ist das nicht diese dünn besiedelte Insel
ganz im Nordwesten Europas, auf der es mal private Banken gab, deren
Bilanzsummen das Bruttoinlandsprodukt des Staates um ein vielfaches übertrafen?
Richtig. Und einige Zeit hatten diese Banken einen beachtlichen Erfolg, weil
sie hochverszinste Tagesgeldkonten in ganz Europa anboten – vor allem auch in
Großbritannien und den Niederlanden. Dann kam die Finanzkrise und die schöne
Welt der Isländer brach jäh zusammen.
Das Land war das erste, das infolge der
Finanzkrise in die Knie ging. Der Staatsbankrott konnte nur dank eines
Rettungsprogramms des Internationalen Währungsfonds (IWF) abgewendet werden.
Inzwischen ist die Wikingernation wieder auf dem besten Weg die Krise hinter
sich zu lassen und gilt dabei als Musterschüler. Auch an den internationalen
Bondmarkt ist das Land zurückgekehrt - und zahlt trotz eines nach wie vor
schlechten Ratings (Upgrade durch die Ratingagentur Fitch im Februar 2012 auf
BBB-) Zinsen, von denen die europäischen Krisenstaaten nur träumen können.



