Dienstag, 17. Dezember 2013

Wachsende Ungleichheit

Mittwoch, 4. Dezember 2013

O Inflation … kein Weihnachtslied


O Inflation, o Inflation, wie wüst sind Deine Folgen.

Dich gibt’s nicht nur in Wirklichkeit,

nein, auch als Wahn manch kranker Leut.

O Inflation, o Inflation, wie wüst sind Deine Folgen.



O Inflation, o Inflation, Du darfst uns nicht befallen.

Drum füttern wir das Sparschwein fett

und gehen hungrig selbst zu Bett.

O Inflation, o Inflation, Du darfst uns nicht befallen.



O Inflation, o Inflation, ich kann Dich nicht entdecken.

Die Sturheit und Beharrlichkeit,

sie waren falsch zur rechten Zeit.

O Deflation, o Deflation, ich werd‘ an Dir verrecken.


(Angeregt durch diesen Blogpost)



Dienstag, 26. November 2013

Das Ende der Nationalökonomie

Georg T's Blog. Sapere Aude!: Sehenden Auges:

"Die Vorstellung von nationalen Ökonomien oder gar Wohlfahrtökonomien ist überholt. Seitdem Kapital frei beweglich ist und ohne jede Einschränkung Landesgrenzen queren kann, muss national orientiertes Denken in die Irre führen. Der Aufstieg multinationaler Großkonzerne hat sein übriges dazu getan. Selbst der amerikanische Staat sieht sich nicht mehr in der Lage von diesen Giganten und ihren Eigentümern die dringend benötigten Steuern einzutreiben. Überall unterwirft das Kapital das Gemeinwesen und macht es sich in seinem Sinne zu nutze.

Dies ist die eigentliche Essenz des Begriffs Globalisierung.

Nationale Korrektive wie z.B. eine Senkung der allgemeinen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich werden damit unmöglich. Nationale Wirtschaftspolitik beschränkt sich dann nur noch darauf, die Betroffenen ruhig zu stellen und so sukzessive ihre Anpassung an die aufziehenden neofeudalen Verhältnisse zu betreiben."

Vom Mythos der Machtbalance

Donnerstag, 21. November 2013

Nichts dazu gelernt

Die ökonomische Debatte um die deutschen Exportüberschüsse ist nicht neu. Neu ist die polemische Schärfe, durch die sich etliche der zahlenmäßig deutlich überwiegenden Pro-Kommentare in den deutschen Medien auszeichnen. Das lässt vermuten, dass den Systemtreuen allmählich die sachlichen Argumente fehlen. Darüber sollte sich niemand wundern. Zumal bereits 2004 ein gewisser Johann Eekhoff, schon zu Lebzeiten einer der prominentesten Ordnungspolitiker in Deutschland und als Botschafter der INSM keinesfalls im Verdacht stehend, ein Linker zu sein, im Handelsblatt den wirtschaftspolitischen Rahmen für Leistungsbilanzüberschüsse abgesteckt hat. Zitate auszugsweise:
„Es gibt kein originäres Interesse daran, einen Exportüberschuss zu erzielen, weil das ja bedeuten würde, dass auf den Gegenwert oder wenigstens auf den Gegenwert für einen Teil der exportierten Güter verzichtet würde.

Dem Ausland zunächst einen Teil der Güter zu überlassen lohnt sich nur, wenn in Zukunft (mehr) Güter zurückfließen, wenn also später Importüberschüsse entstehen.


Ein Exportüberschuss ist wie eine normale Kapitalanlage zu betrachten. Er lohnt sich nur, wenn die künftigen Konsummöglichkeiten eines Landes erhöht werden, wenn also mit dem gegenwärtigen Exportüberschuss ein wertmäßig höherer künftiger Importüberschuss erzielt wird.

Zu relativieren ist auch die Vorstellung, Exportüberschüsse seien ein zuverlässiger Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit des Inlands als Standort für die Produktion international handelbarer Güter und Dienstleistungen. Das Gegenteil kann der Fall sein.

Eine Aufwertung des Euros kann sich ergeben, wenn in anderen Ländern die Vorliebe für Produkte aus dem Euro-Raum zunimmt. Das ist eine begrüßenswerte Ursache für eine Aufwertung. Wichtiger für eine Aufwertung sind aber Unterschiede in der erwarteten Geldwertstabilität.

Deshalb sollte sich niemand an das schöne Bild des Exportweltmeisters klammern, sondern beharrlich dafür eintreten, die Produktions- und Beschäftigungsbedingungen im eigenen Land zu verbessern, um mobiles Risikokapital anzuziehen.“



Unabhängig von der Frage, „Cui bono? – Wem zum Vorteil?“, erinnert das unqualifizierte Gezeter gegenüber dem Ausland verdammt an Kaiser Wilhelm II. Der fühlte sich in einer merkwürdigen Mischung aus nationaler Kraftmeierei, Minderwertigkeitskomplexen und beleidigter Miene bekanntlich so lange von seinen außenpolitischen Feinden umstellt, bis sie sich tatsächlich alle gegen ihn verbündet hatten. Wo das endete, wissen wir.



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