Donnerstag, 17. Februar 2011

Ein neues Geldsystem entsteht

Ich habe einen Traum:

Wir schreiben das Jahr 2013. Der Dollar als Leitwährung ist nach wiederholten Geldmengenausweitungen kollabiert und insbesondere die exportorientierten Staaten der Welt haben dadurch schwere wirtschaftliche Verluste hinnehmen müssen. Spät, aber vielleicht noch nicht zu spät, ist die Völkergemeinschaft zu dem Entschluss gelangt, den Ausweg aus der Krise in einem radikalen Systemwandel zu suchen. Man hat endlich an der Wurzel allen Übels angesetzt, am Geldsystem – auf globaler, nationaler und regionaler Ebene:

Der US-Dollar ist durch eine freie Weltwährung, ein virtuelles globales Buchgeld, abgelöst worden. Dadurch wurden die globalen Ungleichgewichte beseitigt, ein dauerhaftes Zinsniveau um Null hergestellt, die Dritte Welt von Schulden, Zinszahlungen und Abhängigkeiten befreit sowie Kapitalflucht und Devisenspekulationen verhindert.

In den meisten Ländern der Erde sind jetzt die dortigen, staatlichen Zentralbanken als einzige befugt, Geld zu schöpfen. Damit wurde der kaum noch kontrollierbaren Geldvermehrungspraxis der Geschäftsbanken ein Ende gesetzt. Die neue Geldordnung ist weit weniger anfällig für spekulative Blasen und darauf folgende Krisen. Sollte trotzdem einmal eine private Geschäftsbank in Turbulenzen geraten, springt nicht mehr der Staat ein, um sie mit Steuergeldern zu retten. Das exponentielle Wachstum von Vermögen und Schulden wurde gestoppt. Der laufende Geldschöpfungsgewinn kommt nun in vollem Umfang den öffentlichen Kassen zugute und wird beispielsweise zum Abbau von Schulden und zur Mitfinanzierung eines Grundeinkommens aller Bürger verwendet. Die Zentralbank kann endlich die Geldmenge steuern und so Inflation und Deflation wirkungsvoll verhindern.

Da die genannten globalen und nationalen Veränderungen alleine noch nicht ausgereicht hätten, um die komplexen Währungs- und Wirtschaftkreisläufe nachhaltig zu stabilisieren, brauchte es parallel zu den Länderwährungen auch noch kleinräumige Systeme, so genannte Komplementärwährungen. Diese ergänzenden Regionalgelder funktionieren nach anderen Regeln: Sie sind zins- und inflationsfrei, gemeinschaftsbildend und demokratisch und dienen als Grundlage für eine nachhaltige, Ressourcen schonende, regionale Wirtschaft.

Am liebsten würde ich nicht mehr aufwachen ...

1 Kommentar:

  1. 2015 - Der letzte Schritt ist geschafft. Wir brauchen nun kein Geld mehr, das den Engpass auf Ressourcen verursachte. Die Ressourcen dieser Welt werden nun gemeinschaftlich verwaltet und nachhaltig genutzt.
    Die Menschen organisieren sich durch Vollversammlungen, welche Produkte benötigt werden und klären deren Erstellung und Verwendung. Regionenübergreifende Projekte Projekte werden von Delegierten ohne Entscheidungsbefugnisse verhandelt und durch gewählte Projektleiter umgesetzt.
    Alle Mitglieder der Gesellschaft sind wieder gesundet, da nun nicht mehr konkurriert sonder kooperiert wird und jeder sich dort einbringt, wo er eine sinnvolle Beschäftigung sieht.
    Die Urwälder wachsen wieder nach. Die Meeresfauna erholt sich und auch die Luft wird deutlich sauberer. Nachhaltigere und trotzdem kostengünstigere Energiegewinnungen sorgen dafür, dass die meisten Arbeiten automatisiert sind, so dass der Bedarf innerhalb von 3-4 Arbeitsstunden erwirtschaftet ist. Der Rest der Zeit wird für Soziales und Forschung an eigenen Projekten genutzt.

    Jetzt will ich nicht mehr aufwachen ...

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