Sonntag, 13. März 2011

Irrtum vorbehalten

Die Wachstumsspirale der Wirtschaft gleicht mehr und mehr einem Schneeballsystem: Alte Schulden werden einfach mit neuen Schulden bezahlt. Der einzige Unterschied zu kriminellen Schneeballsystemen („Kettenbriefe“) besteht darin, dass hier reale Gewinne und Einkommenszuwächse erzielt werden. 
Warum?

Weil wir die Natur ungestraft ausrauben. Denn gemäß heutigem Eigentumsrecht können die natürlichen Ressourcen von den  Eigentümern unbegrenzt verbraucht werden, ohne dass der Eigentümer etwas dafür bezahlen muss. Schulden an die Natur müssen also nicht beglichen werden.
Oder etwa doch?

Gegenwärtig erleben wir bereits die Verknappung vieler natürlicher Ressourcen, was zu einem Anstieg der Rohstoffpreise führt. Inflation droht. Gleichzeitig erhöhen sich laufend die Kosten für den Umweltschutz, also die Reparationskosten für die Natur – soweit Reparaturen überhaupt noch möglich sind. 

Japan lässt grüßen.

Der Zustand der vom Tsunami betroffenen Atomkraftwerke liefert das aktuellste Beispiel dafür, mit welcher Ignoranz wir Menschen dabei sind, die Grundlagen unserer Existenz, nämlich gute Luft, sauberes Wasser, Artenvielfalt und ein verträgliches Klima, zu vernichten. 
Wo aber ist der Hebel?

Wir müssen so schnell wie möglich, in Theorie und Praxis, Abschied nehmen von der irrigen Vorstellung, der Mensch könne natürliche Ressourcen ebenso schöpfen wie Geld – aus dem Nichts. Beides führt zu einer verhängnisvollen Entwicklung, die es zu stoppen gilt. Und das kann nur mit einer Reform des Geldsystems beginnen, die ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglicht.

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