Freitag, 25. März 2011

Mehr Mut zu grundsätzlichen Reformen bitte

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Bankenkrise: HRE rüstet sich für den Verkauf" vom 24.03.2011:
Ich wiederhole mich gerne: Das Bankensystem ist in seiner derzeitigen Form durch nichts und niemanden mehr zu regulieren. Den zuständigen Behörden ist weltweit die Kontrolle entglitten, und zwar hinsichtlich Größe, Konzentration und Risiko von Banken. Wesentliche Ursachen hierfür liegen in der unkontrollierten Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken auf verschiedene Arten und der dadurch begünstigten internationalen Vernetzung von Finanzinstituten. Die Lösung dürfte am ehesten in der radikalen Abschaffung des bestehenden fraktionalen Reserve-Systems liegen, da es nichts anderes als Alchemie darstellt, wenn angeblich risikolose Einlagen von risikobehafteten Anlagen gedeckt werden. Wir brauchen dringend ein neues Finanzsystem, welches die Zockerei von der wirtschaftlich notwendigen Kreditvergabe trennt und die Geldschöpfung hinsichtlich Menge und Verwendung für die Allgemeinheit kontrollierbar macht, anstatt die Bankbilanzen in gesamtwirtschaftlich riskanter Weise auf zu blähen. Die Vorschläge liegen schon lange auf dem Tisch. Es wäre zu wünschen, dass die Verantwortlichen in der Euro-Zone endlich den Mut zu derart grundsätzlichen Reformen erkennen ließen, anstatt ständig auf Kosten des Steuerzahlers am System herum zu doktern (siehe aktuell: "Rettungsschirm"). An dieser Stelle sei daran erinnert, für wen die Rettung der HRE besonders wichtig war: Hier die Liste der Geretteten http://bit.ly/9A6pj0


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