Montag, 11. April 2011

Die Mär vom unbegrenzten Wirtschaftswachstum

Mein Kommentar in "ZDFblog" zum Artikel 
"Japan: Jetzt reicht's
vom 06.04.2011:

Wenn wir endlich alle begriffen haben werden, dass wir überhaupt keine AKW brauchen, weil dahinter nur die Mär vom unbegrenzten Wirtschaftswachstum steht, dann werden wir langsam beim Grundsätzlichen angekommen sein. Denn dann werden wir auch alle sehen, dass eine Zähmung des Wachstums beim Geld und bei der Geldschöpfung ansetzen muss, weil es nicht sein kann, dass Geschäftsbanken in unserem System die Erlaubnis zur unkontrollierbaren, sich ins Unendliche fortsetzenden Schaffung von Geld aus dem Nichts besitzen. Geld, das sie nicht besichern, dafür aber Zinsen verlangen. Um diese Zinsen zu bezahlen, muss aber wieder neues Geld geschaffen, also noch mehr unnützer Müll in immer geringerer Qualität produziert werden.

Hurra, wir haben es geschafft: Unendliches Wachstum auf Basis unendlicher Geldschöpfung – auch mit unendlichem Energieverbrauch? Nein, denn wir geraten mehr und mehr in Konflikt mit der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen in der Welt. Und wenn wir übertreiben, dann bekommen wir eben Fukushima.

Ich glaube, dass die Zeit sehr bald kommen wird, wenn die Menschen verlangen, dass dies geändert wird. Und zwar grundsätzlich. Und dann werden sich alle Verantwortlichen die Frage gefallen lassen müssen, warum sie nicht den Mut zu Veränderungen aufbrachten und zaudernd herum saßen, während sie solch einem idiotischen System erlaubten, weiter zu existieren. Und für diesen Prozess dürfte die Landtagswahl in BaWü nur ein ganz kleiner Vorgeschmack gewesen sein.

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