Mittwoch, 4. Mai 2011

Vorspiel zur nächsten Krise

...und viertens

...führt das durch das beschleunigte Wachstum der Geldmengen auf der Welt provozierte Wirtschaftswachstum zu einer letztendlich selbst zerstörerischen Ausbeutung der knappen natürlichen Ressourcen und zur Belastung der Umwelt durch Abfälle und Emissionen. Will man diese Kollateralschäden vermeiden, muss man zu allererst die Möglichkeit der Geschäftsbanken einschränken unkontrolliert virtuelles Geld (Buchgeld) aus dem Nichts zu schaffen und den weitaus größten Teil davon in Spekulationen (auch auf Nahrungsmittel und Rohstoffe) zu stecken, anstatt in
„Direktinvestitionen, die eher langfristiger Natur sind und denen im Allgemeinen die größten Entwicklungseffekte zugeschrieben werden.“
Derartige Veränderungen sind meiner Meinung nach unumgänglich. Die Frage dabei ist nur, ob wir noch rechtzeitig den Weg finden, bevor die nächste Generation durch eine zukünftige und noch größere Finanzkrise Schaden nimmt. Die 2008er Krise hat der nächsten Generation bereits eine große Schuldenaltlast beschert. Wir müssen ihr nicht auch noch die Altlast eines fragilen Bankensystems und irreparable Schäden unserer Umwelt übergeben. 

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Schwellenländer - Vorspiel zur nächsten Krise" vom 03.05.11

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