Donnerstag, 28. Juli 2011

Das Prinzip ist bekannt

Das Prinzip ist immer das gleiche und es folgt für die Pekunisten* regelmäßig der Flugbahn eines geworfenen Steines: 

1. Steigflug: Zuerst wird ein Land dadurch in die Verschuldung getrieben, dass man ihm günstige Kredite anbietet für Leistungen, die es aus Steuermitteln nie finanzieren könnte. 

2. Gleitflug: Angelockt durch dieses offenbar lukrative Vorgehen, beteiligen sich auch Privatanleger an dem Geschäft – finanziert von den Pekunisten.

3. Sinkflug: Kurz bevor dann das Kartenhaus zusammenstürzt und die Zahlungsunfähigkeit des Landes droht, entledigen sich die Pekunisten des größten Teils ihrer Anleihen (z.B. durch den vergünstigten Verkauf an die EZB). 

4. Absturz: In dieser Phase trennen sich die Flugbahnen von Privatanlegern und Pekunisten. Während erstere einem harten Aufprall entgegensehen müssen (Wertverlust ihrer Anleihen und noch ausstehende Finanzierungsbeiträge dafür), gleiten letztere an staatlichen Rettungsschirmen behutsam in steuerfinanzierte Auffangmaßnahmen. Schließlich werden sie ja noch gebraucht: Für eine gut dotierte Beratung des Landes nach dessen Umschuldung.



Mein Kommentar in "SPIEGEL online" zum Artikel "Beratungsauftrag - Deutsche Bank soll Griechenlands Umschuldung organisierenvom 25.07.2011

Wie Banken und Politik den Steuerzahler austricksen

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