Donnerstag, 18. August 2011

Klare Tatsachen schaffen

Und wer soll sie überhaupt kaufen, diese „Eurobonds”, hinter denen nur faule Kredite und die Verschlimmerung der Krise in den Schuldenländern stehen?

Die politisch Verantwortlichen sollten endlich mit dem populistischen Herumdoktern an den Symptomen Schluss machen und nicht länger versuchen, Europa durch Reparaturen an seiner Schuldenmaschine – dem Euro – zu retten.

Grundsätzliche Reformen sind dringend erforderlich, die zu einem Finanzsystem führen, welches die Zockerei von der wirtschaftlich notwendigen Kreditvergabe trennt und die Geldschöpfung hinsichtlich Menge und Verwendung für die Allgemeinheit kontrollierbar macht, anstatt immer wieder die Bankbilanzen in gesamtwirtschaftlich riskanter Weise auf zu blähen. http://goo.gl/RHYCv

Auf die Schnelle jedoch könnte allein die Wiederherstellung der Kredittragfähigkeit durch eine verlässliche und stabile, von allen Gläubigern akzeptierte Währung Abhilfe schaffen. Dazu müssten aber entweder die Schuldenländer aus dem Euro-Verbund austreten, ihre neue Währung abwerten und dann neu starten. Oder Deutschland besinnt sich auf seine wahre Verantwortung für Europa und stellt durch seinen Austritt aus der Euro-Zone diese Situation her.

Denn mit eigener Währung steht jedem Pleitestaat die Möglichkeit offen, seine Zahlungen an das Ausland ganz einzustellen. Dann wären auch die Gläubiger für einen Schuldennachlass zu haben – oder im Zweifel zu zwingen, wenn sie es nicht freiwillig tun.

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Staatsanleihen - Einer für alle" vom 17.08.2011

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