Montag, 19. September 2011

Kaum zu glauben

Das Thema wird hier zwar nur sehr oberflächlich angerissen, indem aus einem 360 Seiten starken Bericht nur zwei ganze Punkte heraus gegriffen werden. Immerhin lassen diese aber endlich einmal eine richtige Richtung bei den längst überfälligen Reformen unseres Geld- und Finanzsystems erkennen. Bleibt abzuwarten, was am Ende bei der Umsetzung tatsächlich davon übrig bleibt, wenn die Bankenlobby sich erst einmal so richtig der Sache angenommen hat.

Zu bedauern ist auch, dass dieser Reformvorschlag, unabhängig von seinen Details, schon deshalb eindeutig an Wirkungskraft verlieren wird, weil zwei wesentliche Vorbedingungen nicht erfüllt sind:

1. Keine Geldschöpfung durch Kredite der Banken und volle Deckungspflicht für Giroguthaben (100%-ige Mindestreserve)* und
2. Entflechtung/Zerschlagung der Mega(Schatten)Banken durch absolutes Größenlimit bei 100 Mrd. € Bilanzsumme.

Aber warten wir mal ab, was demnächst noch so alles passiert auf dem Weg zu einem am Gemeinwohl orientierten Geld- und Finanzsystem - mit oder ohne deutsche Politiker.

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Bankenreform - Aufspalten, abschotten" vom 16.09.2011

*) Anm. d. Verfassers: Gemeint ist die Wiederherstellung des staatlichen Geldregals. Und damit nicht wieder die Politik direkten Einfluss nimmt (wie bei Bundesbank und EZB), sollte diese geldausgebende Stelle natürlich gewaltenteilig unabhängig gestellt werden. http://goo.gl/TaU51

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