Donnerstag, 6. Oktober 2011

Wie oft denn noch?

Wie viele Bankenrettungen müssen die Bürger unverschuldet denn noch bezahlen? Wann werden sich die Politiker endlich ihrer Verantwortung bewusst? Wollen sie es nicht begreifen oder können sie nicht? Fürchten sie, etwas gegen diejenigen entscheiden zu müssen, von denen sie abhängig sind und die über ihre Zukunft bestimmen, oder sind sie nur fachlich und mental nicht in der Lage, die Situation zu verstehen? Wo bleiben die wirksamen und nachhaltigen Konsequenzen aus der Finanzkrise? Warum doktern wir immer noch bloß an den Symptomen herum, anstatt endlich zum Grundsätzlichen zu kommen?


Wir brauchen schnellstmöglich ein Geldsystem, bei dem das öffentliche Interesse und das Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen und das eine Realwirtschaft fördert, die haushälterisch mit der Natur umgeht. Praktikable Vorschläge hierzu gibt es reichlich und die sind oft weit weniger komplex, als einige Verantwortliche uns das gerne glauben machen wollen (siehe zum Beispiel bei pinkepinke im Web). Wenn sie aber andererseits nicht bald den Mut zu Veränderungen aufbringen, setzen sie sich der Gefahr aus, als diejenigen in die Geschichte einzugehen, die zaudernd herum saßen, während sie solch einem idiotischen System erlaubten, weiter zu existieren.

Mein Kommentar in "SPIEGEL Online" zum Artikel "Europas Bankaufseher bereiten Griechen-Pleite vor" vom 06.10.2011

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