Donnerstag, 23. Februar 2012

Der Mythos vom Geld

Die Funktionsweise von Geld ist seit jeher von Interessen geleitet. Die Interessenslagen haben sich über die Zeit etliche Male geändert. Gleich geblieben ist das Prinzip: Ein paar wenigen Intellektuellen gelingt es in einer allgemeinen gesellschaftlichen Notlage, den jeweils Herrschenden ein System zu verkaufen, welches die Zufriedenheit der Massen steigert, damit die Führungsposition der Eliten festigt und ihnen selbst eindeutige materielle Vorteile zu Lasten der anderen verschafft. Selbst wenn die Umstände nach einiger Zeit ganz andere sind, unterbleibt das Hinterfragen der Grundsätze. Fehlentwicklungen werden auf nicht systemkonformes Verhalten Einzelner oder ganzer Gruppen geschoben, was derzeit in Europa bis hin zu Rückfällen in den Nationalismus des frühen 20. Jahrhunderts führt.
Wesentlich für die Glaubwürdigkeit und die Dauerhaftigkeit eines solchen Systems ist die gleichzeitige erfolgreiche Etablierung und Fortschreibung einer beschaulichen Geschichte, die die Massen beruhigt und sie davon ablenkt, die wahren Zusammenhänge zu hinterfragen. So tragen sie nach und nach ohne Murren die Last, weil ihnen ja suggeriert wird, dass anderenfalls ein vernichtender Rückfall in schlimme Zeiten unausweichlich ist. Die Wenigen hingegen, die das System verstehen, sind so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von ihm, dass von ihnen keine Opposition zu erwarten ist. 

1 Kommentar:

  1. Thank you for this excellent & thoughtful post, so full of ideas that I have printed it out so i can read again

    Lakhani Lawn Prints

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