Mittwoch, 18. April 2012

Cui bono?


Wem zum Vorteil - soll denn eine solche Ratingagentur sein? Ob nun unternehmerisch oder als Non-Profit-Organisation, Nutznießer werden allein die Player auf den Finanzmärkten sein.


Was wird dadurch besser für die Menschen? NICHTS! Denn es manifestiert lediglich ein Symptom unseres unsozialen Geldsystems. An den Ursachen für Instabilität und Ungerechtigkeit ändert sich nichts, solange das Geldsystem selbst als unabänderliches Naturgesetz gesehen wird.

Weltweit geraten immer mehr Staatshaushalte an den Rand der Überschuldung. Wer hätte das gedacht, in einem Geldsystem, in dem mathematisch bedingt Geldmengen und damit einhergehend, der volkswirtschaftlichen Logik folgend, Schuldenstände exponentiell steigen müssen? Und wer hätte denn wissen können, dass dies ungerecht ist; dass es sich bei einem solchen Geldsystem eben auch um ein Enteignungssystem von Arbeitskraft und physischen Werten handelt? 

Um das zu erkennen, braucht es keine neue Ratingagentur. Die vorhandenen Ratingagenturen sind nicht schuld daran, dass die politisch Verantwortlichen bei ihren Entscheidungen schlicht die Fakten leugnen, wenn sie ihren Wunschvorstellungen widersprechen.

Sehr viel nützlicher wäre z.B. eine „ethische“ Ratingagentur. http://tinyurl.com/6mvty8p

Welche Stiftung setzt sich denn mal für solche oder ähnliche Vorschläge ein und gründet dafür eine, möglicherweise staatlich geförderte Non-Profit-Organisation?

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Bertelsmann-Stiftung legt Konzept für Rating-Agentur vor" vom 17.04.2012  


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