Donnerstag, 12. April 2012

Schuldenkrise?


Es ist keine "Schuldenkrise", auch wenn es die Medien noch so oft schreiben. Bestenfalls ist es eine Bankenkrise. Deshalb auch die milliardenschweren Rettungsaktionen, die den verschuldeten Ländern nicht helfen.

Eigentlich ist es aber eine VERMÖGENSKRISE, denn die Schulden der (vielen) einen sind die Vermögen der (wenigen) anderen.

Das hohe Lied vom Sparen entbehrt deshalb jeglicher volkswirtschaftlichen Logik. Es ist nämlich eine Tatsache, dass Menschen nur sparen können, wenn andere sich verschulden. Ein Einzelner kann nur dann mehr ausgeben als einnehmen, sich also verschulden, wenn es einen anderen gibt, der weniger ausgibt als er einnimmt, der also spart, weil das Einkommen der Volkswirtschaft nur einmal konsumiert werden kann. Wer diese Logik verstanden hat, für den stellt Verschuldung schlagartig keine Bedrohung mehr dar.

Es macht also keinen Sinn, jeden Tag über die Verschuldung herzuziehen, wenn man selbst genau dazu über sein (Geld-)Sparen beiträgt.

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Portugals täuschend guter Eindruck" vom 11.04.2012 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...